Thursday, July 22, 2004

Cold California - July 22th

In our motel at Grants Pass we had a very good business center, which we could use 24 hours a day. So Greg bought a damaged computer item and then we again were able to put new pictures on our website. We checked out at noon. The weather was pretty sunny, so that we left Grants Pass without wearing jackets or gloves. After some miles going up the hills, the traffic became less crowded, and so we had quite a good ride through dark green woods and rough canyons. We felt coming more and more deeper and nearer to the sea. Redwoods could finally be seen on both sides of our way. After having 90*F in Grants Pass we were no more used to those lower temperatures, and when we arrived Crescent City/CA, we had to put our jackets on. It was 2 pm, but the sun had no chance against that mighty, misty fog, coming from the Pacific Ocean. And this wet fog still was with us when we arrived Eureka in the late afternoon. What happy, sunny, lonesome days we have had in the Dakotas, in Montana, Wyoming  and in Idaho! And now: foggy, cold weather and bumper roads in California!

War das noch ein Sonnenschein heute morgen!. Ueber 30*C hatten wir bei unserer Abfahrt, und das blieb auch fast zwei Stunden so. Bald ging es jedoch immer mehr abwaerts und die Baeume der Tannenwaelder brachten zunaechst eine erfrischende Kuehle, spaeter dann wurden die Baeume groesser auf dem Redwood Highway und die Schatten so frisch, dass sich uns die Haare aufstellten wegen der ungewohnt niedrigen Temperaturen. Wir hofften, bald das Meer zu sehen, aber wir mussten in Crescent City an der Tankstelle erst einmal die Jacken wieder anziehen, so nebelig und kalt war es innerhalb von einer Viertelstunde geworden. Erst als wir bis an den Pebble Beach fuhren konnten wir den Pazifik endlich betrachten. Er schaute traurig aus im Nebel, und die vielen Felsen blitzten nicht im Sonnenlicht, sondern lagen dunkel und still im Wasser. Auch bei uns kam ein bisschen Traurigkeit auf. Schliesslich sind wir seit drei Wochen westwaerts gefahren, und nun geht es in dieser Richtung nicht mehr weiter.
Wir fahren nach einer Mittagspause beim Mexikaner weiter auf unserer Pirsig-Route nach Sueden auf dem Hwy 101. Die Strassen sind nicht besonders gut. Es gibt viele Schlagloecher, Bodenwellen, Quer- und Laengsrillen sowie viele dieser verdammten schmalen, langen Bitumenstreifen. Bei der feuchten Kaelte macht das Fahren keinen besonderen Spass sondern strengt vielmehr sehr an. So sehr, dass wir in Orick noch einmal eine Kaffepause machen, um uns zu erholen.
Es ist schon verrueckt: Auf Gletscherhoehe hatten wir mitten im Schnee die herrlichsten T-Shirt-Temperaturen und hier auf Meereshoehe fuehlen wir uns wie auf dem Timmelsjoch. Da verzichtet man gern auf einen Waldspaziergang in die Redwoods (zumal man wegen des Nebels sowieso nur einen kleinen Teil der wirklichen Groesse erkennen kann).
Wir sind nun in Eureka angekommen und ueberlegen gerade, ob wir morgen schon nach San Francisco fahren oder noch eine Zwischenstation machen sollen. Mal sehen, was der naechste Tag bringt. Dann werden wir uns entscheiden.

Beim Strassenschild "Welcome to California" hat unser Meilenzaehler genau 4.000 angezeigt. Ein paar hundert werden bis zum Schluss unserer Reise wohl noch dazukommen. Nicht nur der Meilenzaehler, auch der Bart von Gregor hat sich veraendert. Er hat ihn gestern wieder auf "Null" gestellt. Hoffentlich bereut er es im kalten Kalifornien nicht! Franz denkt immer noch darueber nach, wer mit ihm in die Alpen faehrt. Und beide moechten sich ganz besonders bei den alten und neuen Spendern recht herzlich bedanken. Gregor ist schon gespannt, ob jemand mit ihm mitfahren moechte. Irgendein "Laestermaul" wird sich bestimmt finden ;-)

Die Motorradfahrer in den USA gruessen sich uebrigens auch, was besonders auf langen, einsamen Strecken ein heimatliches Gefuehl erzeugt. Auch ins Gespraech kommt man unter Bikern immer sehr schnell, egal ob langbaertiger Hippie-Rider mit Lederchaps ueber den Jeans oder pensionierter Feuerwehrmann im BMW-Outfit. Die BMWs werden hier uebrigens "Beamer" genannt, wovon wir auch nicht wenige gesehen haben. Offroadfreunde haetten in den Staaten uebrigens ihre wahre Freude. Fast ueberall (auch auf Wald- und Forstwegen) darf man hier rumduesen. Es muss also nicht immer Italien, Slowenien oder die Tuerkei sein!

Jetzt hoffen wir mal, dass morgen die Sonne wieder scheint. Sonst hilft nur noch "Morgens ein Joint und der Tag ist dein Freund" :-)

 

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